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Kursbericht: Mathematik Leistungskurs bei Herrn Stechel (12 I/II), Frau Dr. Bielig-Schulz und Frau Lipowsky

"Herr Stechel, ein Glück, dass wir sie hatten" oder drei große Fragezeichen

Ende der elften Klasse entschieden sich viele Schüler für einen Leistungskurs Mathematik, sodass deren zwei ins Leben gerufen werden konnten. Die einen hatten mit Frau Bielig-Schulz, die anderen mit Herrn Stechel als Kursleiter zu rechnen. Ein ungleiches Paar in vielerlei Hinsicht.

Das Schuljahr war noch keine Woche alt, als auch schon der erste Verlust zu beklagen war. Tutor Stechel teilte seinem Kurs mit, dass sich ein Schüler zu einem kurzfristigen Kurswechsel entschieden hatte. Eine spontane Nacht-und-Nebel - Aktion, bei der die wirklichen Gründe wohl im Dunkeln blieben.

Nach kurzer Wiederholung des letztjährigen Stoffes ging es voller Begeisterung - zumindest seitens des Lehrers - nahtlos in das neue Thema über. Auch in der folgenden Zeit schien so einiges nahtlos zu sein, was es nicht unbedingt erleichterte, dem Unterricht zu folgen.

Als Höhepunkt des zweijährigen Miteinanders sollte die Studienfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. In die engere Auswahl fielen schließlich Malta, Prag und München bis wir eines Tages von unserem Tutor erfuhren, dass wir zusammen mit dem Physik-Leistungskurs nach Hamburg fahren würden. Also fuhr der Physikkurs mit dem ICE und wir mit dem Regional-Express nach Hamburg, wo wir uns an Herrn Stechels ausgearbeiteten Programm erfreuen sollten - oder zumindest an seinem offensichtlichen Interesse an der "Sendung mit der Maus", die er regelmäßig guckt, wie er uns und der gesamten Zuhörerschaft während des Besuches eines Teilchenbeschleunigers wissen ließ. Resultat: Nicht nur wir amüsierten uns.

Unser weiterer Unterricht wurde geprägt durch das Bestreben, dem anderen Leistungskurs Mathematik in nichts nachzustehen. Herr Stechel erwartete uns immer wieder mit neuen Ideen, die uns einen "Vorsprung" verschaffen sollten. Ein Schock dürfte es daher gewesen sein, als Frau Bielig-Schulz eines Tages in eine unserer Wiederholungsklausuren hineinstolperte und sichtlich erregt fragte, warum sie nichts von dieser Klausur wisse. Sollte sie doch eigentlich als Oberstudienleiterin darüber unterrichtet werden.

Dieser "Vorfall" ereignete sich im zweiten Halbjahr der Klasse zwölf. In diesem Halbjahr hatte Herr Stechel die geniale Idee (die er zu unserem Verhängnis auch umsetze), das Hauptthema analytische Geometrie mit der Wiederholung von Analysis (Unterrichtsstoff aus Klasse 12.1) und der Vorwegnahme von Stochastik (Stoff aus 13.1) zu vermischen. Infolge dessen blieben wöchentlich etwa zwei von fünf Stunden, um uns das eigentliche Hauptthema zu vermitteln. Diese Idee war mehr oder weniger erfolgreich und so kam es dazu, dass wir die vorgesehenen zwei Klausuren beide nachschrieben, wobei die eigentlichen Klausuren auf Grund ihrer Länge schon als Doppelklausuren gelten konnten. Unser Bestreben, die Schulleitung auf diese Missstände aufmerksam zu machen, stieß auf relativ wenig Gehör und so stand uns am Ende der zwölften Klasse ein weiteres Jahr mit Herrn Stechel bevor.

Als Herr Stechel jedoch Ende der Sommerferien erkrankte, fanden wir zu Beginn der dreizehnten Klasse und zu unserem großen Erstaunen unter der neuen Tutorin Frau Bielig-Schulz wieder in der Schule zusammen. Die beiden Leistungskurse wurden zusammengelegt und der Versuch unternommen, beide Kurse auf denselben Stand zu bringen. Eine Vorliebe von Frau Bielig-Schulz war dabei das "Schüler-an-die-Tafel-holen", um sie auf ihre Fehler und den richtigen Lösungsweg aufmerksam zu machen.

Doch kurz nach dem Schulfest brach sie sich ihre Hand und für etwa zwei Monate sollte uns Frau Lipowsky, die ihr Staatsexamen "mit Auszeichnung" bestanden hatte, zur Seite stehen. Lehrer Nummer drei. Ihr Bemühen war ersichtlich, doch es blieb häufig bei einem Bemühen. Ende des Halbjahres kam Frau Bielig-Schulz dann zurück, um uns den letzen Feinschliff für die Abiturprüfungen zu verpassen. Diese dürften jedoch bei einigen einem ähnlich Durcheinander gleichen wie die zwei Jahre Mathematikunterricht.

Was bleibt ist eine auf jeden Fall sehr abwechslungsreiche Zeit, die für manche Personen vielleicht etwas zu abwechslungsreich war. Der Wunsch, sich in Zukunft mehr Gedanken über die Wahl der Leistungskurslehrer zu machen, ist infolge der gewonnen Erfahrungen sicherlich nicht verkehrt. Auch wenn es hin und wieder sehr spaßig war, blieben am Ende zu viele Fragezeichen hinter den letzten zwei Jahren zurück.

Marc Lorenz

 
 
 

Diese Seite wurde zuletzt am 01.08.2005 12:22 aktualisiert.
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